Advertising - Google vs. Facebook

Wo soll ich werben?

Freitag, 25. Juli 2014

Als Werbender steht man von der Entscheidung ob die Online-Werbegelder bei Google Adwords oder Facebook Ads besser investiert sind. Der Werbe- und Brandingansatz von Facebook Ads unterscheidet sich grundlegend von Google Adwords. Nur was ist besser für Ihr Unternehmen?

Die Gemeinsamkeiten

Sowohl Google Adwords wie auch Facebook verfügen über eine immense Reichweite und werden in erster Linie via PPC (PayPerClick) abgerechnet und Beide verfügen über kostenlose Werbemöglichkeiten (Fan Pages / Google+).
Der wesentliche Unterschied liegt aber im Zweck Ihrer Werbung. Möchten Sie Ihre Marke oder Veranstaltung promoten oder eine bestimmtes Produkt oder Dienstleistung verkaufen.

Die Unterschiede

Das Facebook-Targeting erlaubt eine sehr viel differenzierte Einschränkung bzgl. des zu bewerbenden Segments (z.B. Frauen von 30-50, mit Hochschulabschluss, die verheiratet sind und im Umkreis von 16 Km um Ortschaft X wohnhaft sind) als Google (aktueller Standort X Km um Ortschaft X, oder in Kreis Y etc.). Allerdings ist zu beachten dass die Einschränkungen bei Facebook auf ungeprüften Angaben des Users beruhen. D.h. nicht alle die verheiratet sind werden dies angeben – oder andersrum wird nicht jeder einen Hochschulabschluss haben der dies angibt. D.h. das Targeting ist keineswegs so genau wie es denn Anschein macht. Aber auch bei Google ist die räumliche Eingrenzung keineswegs 100% genau. Je nach IP-Adressenzuordnung können tatsächlicher Standort und von Google vermuteter Standort sehr weit voneinander entfernt sein.

Was macht mehr Sinn?

Bei Google Adwords kann man davon ausgehen das der User ein bestimmtes Interesse hat – je nach Wahl und Einschränkung der Keywords – kann man also annehmen, dass der Benutzer in diesem Moment eine bestimmte Ware oder Dienstleistung sucht und idealerweise (aber keineswegs immer) bereits eine Kaufabsicht hat.
Im Gegensatz hierzu bewegt sich der Benutzer innerhalb Facebook in der Regel in der Absicht unterhalten und informiert zu werden (was machen meine Freunde, was gibt es für neue lustige Videos etc.). D.h. er verfolgt keine konkrete Kaufabsicht.
Daraus resultiert auch das die Click-Rate für Facebook-Ads gerne um den Faktor 100-1000 geringer ist als bei Google – aber auch das Ihre Anzeige im Vergleich zu Google - pro bezahltem Euro viel öfters angezeigt wird.

Summary

In der Konsequenz bedeutet dies für Sie – wenn eine konkrete Ware (z.B. Sportschuh) oder Dienstleistung (z.B. Abschleppdienst) direkt verkauft werden soll ist Google die bessere Wahl.
Steht aber Branding der Marke oder das wecken latenter Interessen für Veranstaltung (Konzert der Band X in Y) oder Dienstleistung (jetzt neuer Tauchkurs in X) im Vordergrund sollte Facebook in Betracht gezogen werden.

Anmerkung

Diese Gegenüberstellung der beiden Plattformen ist vereinfacht und kann nur erste Anhaltspunkte liefern. In großen oder mittelständischen Unternehmen mit entsprechenden Budgets ist es sinnvoll sich näher mit Thema und seinen Möglichkeiten zu beschäftigen oder einen externen Dienstleister hinzuzuziehen.


Blog / Thomas Steidle

Thomas Steidle

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